Selbstdisziplin

Selbstdisziplin = bezeichnet ein eigenkontrolliertes Verhalten, das für eine Zielvorgabe diversen Ablenkungen, mit Anstrengung entgegenwirkt!

Ja genau, und was heißt das jetzt im Klartext?

Einmal angenommen du hast etwas vor: z.B.: mehr Sport zu betreiben; ein paar Kilos abzunehmen; liegengebliebene Dinge aufzuarbeiten; den Büroschreibtisch oder Kleiderschrank endlich mal zu ordnen; unangenehme Erledigungen zu machen, für den Abschluss oder irgendeiner anstehenden Prüfung zu lernen,…..
Entweder machen diese Tätigkeiten sehr selten Spaß, oder sie brauchen für die Umsetzung einfach länger Zeit. Blöd, weil genau das mögen wir gar nicht! Da wir wissen, dass es dabei anstrengend werden kann, versuchen wir diese Sachen anfangs einmal aufzuschieben. Unangenehmer Weise holen uns diese Dinge sehr schnell wieder ein.

Genau jetzt wäre eine große Portion Selbstdisziplin sehr vom Vorteil. Doch wie diese aktiviert werden kann ist uns leider verborgen geblieben. Im Gegenteil oft höre ich auch die Aussage: „Leider sind mir solche Eigenschaften in den Genen nicht mitgegeben worden!“

Es tut mir leid, nur das ist vollster Quatsch! Selbstdisziplin ist eine Ressource, die sich jeder aneignen und trainieren kann. Okay, diejenigen, die im Kindesalter von Ihren Bezugspersonen, das vorgelebt bekommen haben, tun sich dabei ein wenig leichter. Doch relevant ist vor allem, was ich als Erwachsener alles machen kann, damit ich meine Selbstdisziplin wieder aktiviere.

Dazu gibt´s nun ein paar Anregungen von mir:

  • Aufschreiben: setze dich einmal in Ruhe hin und mache dir Notizen, was du überhaupt alles umgesetzt oder erledigt haben möchtest. Schreib einfach alles drauf was dir spontan so einfällt.
    Nein, es genügt nicht sich diese Dinge nur rein gedanklich vorzustellen! Das bleibt nämlich nicht lange in unseren Gedanken. Gerade lästige Erledigungen vergessen wir gerne sehr schnell und das war´s dann gleich wieder mit dem Training zu mehr Selbstdisziplin. Also hinsetzen und schreiben! Alles was wir schriftlich machen, übt vom Unterbewusstsein her, mehr Druck auf uns aus.
  • To-Do Liste: erstelle dir nun konkret eine To-Do Liste und fange an diese Dinge systematisch darauf abzuarbeiten. Anfangs wäre es gut, wenn du dir nicht gleich große Sachen, wo du viel Überwindung dazu brauchst, aufschreibst. Beginn mit kleinen Dingen, doch diese erledigst du konsequent und regelmäßig!
  • Rhyhtmus finden: Versuche deine Disziplin in einem stetigen und regelmäßigen Rhythmus zu trainieren, sodass sie zu einer Gewohnheit wird. z.B.: Montags ist Sporttag – unabhängig dem Wetter oder sonstigen Ablenkungen, am Montag betreibst du konsequent eine Stunde Sport (du kannst dabei mit den Sportarten und Tageszeiten variieren); Wasser trinken – bevor du den ersten Schluck Kaffee am Morgen zu dir nimmst, trinkst du ein Glas Wasser (min. 0,250 ml); jeden Vormittag erledigst du einen Punkt auf deiner To-Do Liste;…
  • Selbstmotivation: mehr Disziplin können wir aufwenden, wenn wir den Sinn, warum wir etwas machen, klar verstehen und dieser mich auch voll bewegt dafür aktiv zu sein! Je wichtiger mir mein Motiv hinter einer Sache ist, desto mehr werde ich versuchen es auch umzusetzen. Daher ist es bei langwierigen Vorhaben immer wieder  gut, sich ab und zu bewusst an sein Motiv zu erinnern.
    Genauso reagiert unsere Selbstdisziplin sehr positiv auf alles was Spaß macht. Also je mehr du dich auf den Vorteil, das Angenehme bei einer Sache/ Erledigung konzentrieren kannst, desto leichter und auch schneller wirst du es schaffen.
  • Zuverlässligkeit: Sei dir gegenüber in jeglicher Hinsicht zuverlässig.  Was du dir selbst sagst, oder versprichst – halte ein! Du nimmst dir vor abends noch laufen zugehen – dann tu es auch! Du bist zwar grad voll unter Druck, doch danach möchtest du dir eine wohlverdiente Pause gönnen – so mache das auch bestimmt! Du hättest so Lust dir ein Musical anzusehen, doch dein Partner mag das gar nicht – frag deine Freunde oder mach es ruhig auch einmal alleine, doch erfülle dir diesen Wunsch! So lernt unser Gehirn, dass es sich sehr wohl auszahlt „dran zu bleiben“ und “ du vieles schaffen kannst“!
  • Pausen einlegen: Je öfter du Disziplin am Tag bewusst einsetzt, desto mehr verbrauchst du davon. Daher ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass es teils sehr unterschiedlich ist, wieviel du davon morgens zur Verfügung hast. Wie bei jedem anderen Training braucht auch unsere Disziplin Pausen. Durch Schlaf, Meditation und Erholung wird sie wieder aufgeladen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Captcha gegen SPAM * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.